Symbol Druckversion Druckversion

Virtuelle Jäger machen auch vor Elektrozäunen nicht Halt

Datum: 10.08.2016

 

Kaum ein Spiel bewegt die Menschen derzeit so sehr wie die virtuelle Jagd nach Pokémon-Figuren mit dem Smartphone. Die Jäger und Sammler der Neuzeit machen dabei auch vor Absperrungen und Zäunen nicht Halt und ignorieren zum Teil Sicherheitshinweise. Davor warnen nun auch die Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken. Mehrfach wurden bereits Elektrozäune überstiegen und die grasenden Weiderinder gestört.

Das Kunstwerk Indikator der Bioenergie-Region Bayreuth, das auf der Weide entlang der Adolf-Wächter-Straße hinauf zu den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken steht, ist seit einiger Zeit Anziehungspunkt für sogenannte Pokémon-Jäger. Das Sammeln der virtuellen Tierchen auf dem Gelände der Lehranstalten ist jedoch nicht ungefährlich, wie deren Leiter Dr. Volker Höltkemeyer betont: „Wir haben in letzter Zeit leider mehrmals beobachtet, dass Pokémon-Sammler den Elektrozaun übersteigen und auf die Weide laufen. Neben einem Stromschlag durch den Elektrozaun laufen die Personen Gefahr, einer aufgeschreckten Rinderherde gegenüber zu stehen.“ Aus einem virtuellen Jäger könne man so schnell zum reellen Gejagten werden, wie Höltkemeyer augenzwinkernd anmerkt. Die an sich friedlichen Weiderinder könnten sich in ihrem Umfeld von den ungebetenen Besuchern gestört fühlen. Daher ergeht die Bitte, die Umzäunung trotz einer möglichen Pokémon-Ausbeute ernst zu nehmen.

 

2006 Bezirk Oberfranken